Fukushima ist überall
Auf Einladung von Greenpeace kamen fünf japanische Opfer des Reaktorunglücks in Fukushima in das niedersächsische Wendland, um gegen den anstehenden Castortransport zu protestieren. Die Japaner aus der Unglücksregion berichteten auf der Großdemo in Dannenberg von ihren Erfahrungen mit dem Super- GAU und warnten vor den unkalkulierbaren Risiken der Atomkraft.
Ihre einsame Schlacht
Während der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika
jubelten millionen Deutsche der von der FIFA
inszenierten Afrikafolklore zu. In deutschen
Amateurligen spielen afrikanische Fußballer
dagegen meist ohne Zuschauer.
Eine Reportage aus dem Niemandsland des
deutschen Fußballbetriebs.
Erschienen im GREENPEACE MAGAZIN
www.greenpeace-magazin.de
Text: Vito Avantario
Die Fledermausmenschen von Manila
Ihre Häuser haben sie unter die Brücken der philip-
pinischen 15 Mio.-Metropole Manila bebaut. Winzige Verschläge, die wackeln, wenn auf der Straße darüber die LKWs hinwegdonnern.
Wie Fledermäuse hausen sie im Dunkeln darunter. Das hat ihnen den Namen eingebracht: Fledermausmenschen.
Insgesamt 40 Familien leben in dem Shantytown unter der Navotas Bridge2. „Wir leben unter dem teuersten Dach Manilas“, scherzen sie selbstironisch. Zumeist hausen zwei bis drei Familien in einer armseligen Hütte, gebaut aus Abfällen, die sie im Hafen gefunden haben. Seit mehreren Generationen leben sie schon dort. Sie haben gelernt, sich zu organisieren und sich mit der Situation zu arrangieren. Starke Familienbande und die ausgeprägte Nachbarschaftshilfe lassen auch glückliche Momente aufkommen. Mittlerweile gibt es einen von der Kommune gewählten Polizisten, einen kleinen Kiosk und zum Zeit-
vertreib einen Poolbillard-Tisch neben der Brücke. 2010 will die Regierung das Gebiet unter der Brücke räumen. Dann soll dort eine neue Straße bebaut werden und die
Fledermausmenschen müssen verschwinden.
Die Geigenkinder vom Himalaja
Das Haus des Lernens, so die Übersetzung des Namens Gandhi Ashram, liegt am Rande des Bergdörfchens Kalimpong in Nord Indien am Fusse des Himalajas. Das einzigartige an dieser Schule ist, dass die Kinder neben dem normalen Unterricht, das Geigenspiel erlernen. Musizieren, Lernen und Leben bilden im Gandhi Ashram eine Einheit gegen Armut und Analphabetismus. Wo bedrückende Lebensverhältnisse die geistige und seelische Entwicklung behindern, öffnen Konzentration und Diziplin des Geigenspiels neue Chancen. Die Kinder sind zwischen 6 und 13 Jahre alt und gehören zu den Ärmsten der Armen. Normalerweise haben diese Kinder keine Zukunft, keine Hoffnung und keine Träume. Das hinduistische Kastensystem verwehrt diesen Kindern traditionell den Zugang zu Bildung und Wohlstand. Sie wachsen mit dem gesellschaftlichen Vorurteil auf, die Dorfbewohner rund um den Berg, seien dumm. Aber die Intelligenz ist da. Sie muss nur herausgefordert werden und den nötigen Freiraum erhalten, in dem sie sich ent-
falten kann. Die Kombination von Lehre und Fürsorge ist so erfolgreich, dass einige Schüler sogar das Examen des renommierten Londoner Trinity College bestanden haben und daraufhin selbst Lehrer wurden.
Artisten fürs Leben
Bei dem Zirkus "ZIP ZAP" handelt es sich um ein außer-
gewöhnliches Zirkusprojekt. Zip Zap ist eine Zirkusschule, die zur Entwicklung und dem Heranwachsen von Kindern aus verschiedensten Lebensbereichen zu selbständigen Persönlichkeiten auf positive Weise beiträgt. Die Schule basiert auf der Idee, über das artistische Grundtraining hinaus auch soziale Veränderungen zu begünstigen. Da Vertrauen und Teamwork Grundvoraussetzungen für die Arbeit im Zirkus sind. Jungen oder Mädchen, reich oder arm, schwarz oder weiss, sie alle haben ihren festen Platz im Zirkus.
Die Artisten stammen zum größten Teil aus einem der vielen Slums Kapstadts. Normalerweise hätten diese Kinder keine große Chancen. Zuhause in Khayelitsha, ein Township mit einer halben Million Einwohner, leben sie im fassungslosem Elend am Rande von Kapstadt.
Einige der Zirkuskinder zählen mittlerweile zu Südafrikas beste Artisten und vielen Absolventen gelingt es, als Profi-
Artisten ihr Geld zu verdienen und damit den Teufelskreis zu durchbrechen. So beweisen sie sich und anderen, daß
der Lebensweg eines Menschen nicht durch die soziale Herkunft vorbestimmt sein muss.
Global Player
Günther Bieda ist Mitglied der deutschen Fußballnational-
mannschaft der Obdachlosen. In der schwedischen Kulturhauptstadt Göteborg trat Bieda mit seinen Mann- schaftskameraden zum Homeless World Cup an. Das vom Internationalen Netzwerk der Straßenzeitungen initiierte Projekt kämpft mit Fußball gegen Obdachlosigkeit und Armut. 144 Fußballer aus aller Welt, die sonst Zeitungen in Fußgängerzonen verkaufen, wollten mit der Teilnahme an der Weltmeisterschaft soziale, kulturelle und persönliche Grenzen sprengen.
Nur knapp überlebte Bieda 1986 einen schweren Ver-
kehrsunfall, den er im Vollrausch verursacht hatte, und lag lange Zeit im Koma. Während dieser Zeit verließ ihn seine Frau samt der beiden Kinder. Und Bieda landete auf der Straße.
Seit nunmehr zehn Jahren lebt Bieda auf der Straße, haust mal in einer Bushaltestelle, mal bei einem Kumpel. Zu seiner geschiedenen Frau und seinen beiden Kindern hat er keinen Kontakt. Aber er ist auf dem besten Weg. Er will sein Leben wieder in den Griff bekommen, die Chancen stehen gut, erst recht nach der Weltmeister-
schaft. Denn hier mußte er beweisen, daß er sich in eine Mannschaft integrieren kann.
Biografie

31.01.1974 geboren in Hildesheim
1999 - 2006 Studium an der FH Hannover Fachbereich Design und Medien,
Studiengang Kommunikationsdesign/ Fotografie
2005/06 halbjährige Hospitanz als Redaktionsfotograf bei der
"Frankfurter Allgemeinen Zeitung"
2006 - 2008 vertreten durch die Fotoagentur VISUM
seit 2007 freiberuflicher Fotojournalist in Hannover
2009 - 2010 vertreten durch die Fotoagentur image trust
seit 2010 vertreten durch die Fotoagentur laif
AUFTRAGSARBEITEN für: Brigitte, Chrismon, Der Spiegel, Die Zeit, Deutsches Filminstitut, Emotion, F.A.Z., Financial Times Deutschland, Focus, Greenpeace, Manager Magazin, Panasonic, Sparkassenstiftung, Stern, The New York Times u.a.
AUSZEICHNUNGEN / STIPENDIEN
2002 VGH Fotopreis "Menschen in Hannover"
2004 Fujifilm Euro Press Photo Award / Deutschland "Feature"
2004 UNICEF ”Picture of the Year“, lobende Erwähnung
2006 Bundesministerium der Innern, "Integration"
2006 UNICEF "Picture of the Year", lobende Erwähnung
2007 KULTURWERK VG-BILDKUNST / Projektstipendium
2008 Px3's Human Condition Competition, Honorable Mention
GRUPPEN-AUSTELLUNGEN
2002 "Hangover - Stadt in Bewegung", Hiroshima, Japan
2003 "Europameister", Visa pour I`Image / Off Festival, Perpignan, Frankreich
2004 "Die Geigenkinder vom Himalaja", Fuji Euro Press Photo Award, Rom, Italien
2004 "Stories from Asia", Visa pour I`Image / Off Festival, Perpignan, Frankreich
2004 Photokina, Unicef "Picture of the Year", Köln, Deutschland
2004 Photokina, Fuji Euro Press Photo Award, Köln, Deutschland
2005 "Denke ich an Deutschland", Hannover, Deutschland
2007 "Artisten fürs Leben", Visa pour I`Image / Off Festival, Perpignan, Frankreich
2008 "Wir sind´s - 24 Stunden Hannover", Hannover, Deutschland
2010 "Ein Tag Deutschland", Freelens-Galerie, Hamburg, Deutschland
BETEILIGUNGEN AN BUCHVERÖFFENTLICHUNGEN
2001 "Hannover - Stadt in Bewegung"
2002 "Museumsführer für Kinder"
2005 „Europameister“
2005 "Die Zukunft der Menschheit", Unicef
2007 "Wir sind´s - 24 Stunden Hannover"
2010 "Ein Tag Deutschland"
Kontakt
Michael Löwa
Theodorstrasse 3
D-30159 Hannover
Mobil + 49 (0) 163 2557916
Fon + 49 (0) 511 4584367
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laif Agentur für Photos & Reportagen GmbH
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Internet: www.laif.de


























































































































































































